Die brennende Nessel

Kennst du das Märchen “Die wilden Schwäne” von Hans-Christian Andersen? Wenn ich Brennnesseln sehe, muss ich immer daran denken. Eine Prinzessin rettet ihre Brüder, die eine Hexe in Schwäne verwandelt hat.  Sie webt für die Prinzen Hemden aus Brennnesseln. Eine mühselige Arbeit, aber von Erfolg gekrönt. Die Brüder können wieder ihre menschliche Gestalt annehmen. Bis auf einen. Er behält einen Schwanenflügel, weil sein Hemd nicht rechtzeitig fertig geworden ist.

Früher stellten die Menschen allerlei aus Brennnesseln her. War ja schließlich in Fülle vorhanden und kostete nichts. Heute wird diese wunderbare Pflanze oft als Unkraut angesehen. Damit tut man ihr aber unrecht. Wie etliche Wildkräuter liefert sie im Vergleich zu unseren Kulturpflanzen ein Vielfaches an Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders herausragend sind ihre Gehalte an Kalzium, Eisen und Vitamin C.

Mit 100 Gramm Brennnesseln deckst du deinen Tagesbedarf an

  • Kalzium zu 63 %
  • Eisen zu 50 %
  • Vitamin C zu über 100 %

 

Wenn dein Eisenspiegel im Keller ist, kannst du ihn auf natürliche Weise mit Brennnesseln wieder aufpäppeln. Sei am Anfang jedoch ein wenig vorsichtig. Dein Magen-Darm-System muss sich ja erst an die wilde Kost gewöhnen. Fang an mit nur einem Blättchen und steigere dich langsam. Wenn du das Wildkraut roh verzehren möchtest, ist es sinnvoll, die Brennhaare zu inaktivieren, bevor das Grünzeug im Mund landet. Dazu faltest du das Blatt an der Längsseite nach oben, rollst es auf und knetest es. Oder du legst es zwischen zwei Lagen Küchenpapier und überrollst es mit einem Nudelholz. Beim Pürieren, Kochen und Trocknen werden die Brennhaare automatisch lahmgelegt.

Zudem wirken Brennnesselblätter blutreinigend und entwässernd, sie stärken die Abwehr. Wenn deine Herz- oder Nierentätigkeit eingeschränkt ist, solltest du auf jeden Fall deinen Arzt befragen, bevor du das Wildkraut in deinen Speiseplan einbaust.

nettle g4bc764314 640Brennnesseln sind nicht nur äußerst gesund, sie schmecken zudem richtig gut. Besonders im Frühjahr, wenn die ersten zarten Blättchen erscheinen, ist die Pflanze besonders köstlich. Von Spinat über Suppen, Kartoffelbrei, Omelett, Nudeln, Spätzle, Salat bis hin zu Chips – du kannst aus dieser vielseitigen Pflanze allerlei Leckerbissen zaubern.
Zum Beispiel diese cremige Brennnesselsuppe.>>

 

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